Was setzt dich in Gang

Was setzt dich in Gang

 ...

was setzt dich in gang wenn der nebel nichts

bietet das deine richtung bestimmt: feuchtes

dichtes grau | in das musst du schauen wie der

maulwurf durch seine augenhaut: rauch fast

finster wie die nacht | er nimmt dir raum sicht

luft | zum anfühlen ein so raues gewebe | aus  

dem kommst du nur über die ohren hinaus

... 

 

barbara hundegger

 

Texte die mit eigentlich anfangen wechseln bei mir gerne die Richtung 😊 So auch diesmal. Denn:

... eigentlich ist das ein ganz schöner Zustand. Zumindest könnte er es sein.

Ich habe zehn grosse und kleine Projekte im Kopf, manche bereits angefangen, manche nur besprochen, alle (fast) gleich spannend und ich könnte jede freie Minute damit verbringen.

Doch mich hemmt gerade ein Gefühl des Gedrängt-seins, ein Druck, etwas fertig zu machen zu müssen, manchmal auch ein ganz starkes Gefühl keine Zeit mehr zu haben und die Zeit unbedingt gut nutzen zu müssen. Auch wenn es in der Realität nur zwei oder drei wirkliche Terminvorgaben für die Projekte gibt, das also gar nicht notwendig wäre.

Und es ist ganz deutlich der falsche Moment für Druck - Projekte in diesen Stadien brauchen Zeit und Ruhe zum Wachsen, Platz für Umwege und Geduld.

All das fehlt mir gerade.

Daurch wirken die vielen Ideen und Möglichkeiten die mir gerade wie bunte Bälle durchs Hirn schwirren, nicht verheissungsvoll und vielversprechend sondern eher wie eine Last. Wie soll ich das schaffen, welches ist das 'wichtigste' (was für eine komische Frage) - und ich fühle mich fast überwältigt von diesem Berg.

Dazu kommt eine enorme Termindichte und fertig ist eine ganz ungute Mischung aus Zeitnot und gefühltem Druck und absehbaren Fehlstarts, weil ich ja eigentlich weiss, dass ich Ruhe und Musse brauche, um an meine Hirngespinste ranzukommen. 

Das ist jetzt wahrscheinlich der Zeitpunkt, einfach weiterzuarbeiten und nicht auf Ergebnisse zu sehen, Zeit für Disziplin und nicht für Spielereien. Ohren anlegen und durch ... der Wille setzt mich in Gang ... und die Hoffnung auf Licht und Spiel ...

 

 

 

 

Printen ist dann doch klarer Luxus!

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Gerhard Jäger - Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod

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